Der Vinsanto

Der Vinsanto hat in der Toskana sehr frühen Ursprung. Quellen über den klassischen Dessertwein reichen sogar bis in das Mittelalter zurück. Auf Castello di Monsanto wird er seit Jahren nach alter Tradition produziert: Trebbiano, Malvasia und Sangiovese (wird später für die Produktion des Occhio di Pernice Vinsanto verwendet) werden mit höchster Sorgfalt und Vorsicht in den Weinbergen gepflückt, um später dann zum natürlichen Trocknen auf Matten ausgebreitet zu werden. Hier liegen die Trauben bis Ende Januar/Februar des nächsten Jahres.

Nachdem die Trauben dann gepresst wurden, wird die Maische in kleine Eichen, Kastanien und Kirschbaum halb-Barriques (50 bis 100 Liter) abgedichtet, so dass die Gärung langsam fortlaufen kann und gemäß außen bestehender Temperaturverhältnissen stoppt. Der Vinsanto wird in diesen Barriques etwa 12 Jahre lang gelagert, ohne, dass er je verkostet wird, da das Öffnen des Fasses den Gärungsprozess beeinträchtigen würde. Nach einer solch langen Reifeperiode ist der Flascheninhalt gegen Ende um mehr als die Hälfte reduziert.

Geduld, Standhaftigkeit, Spannung, und natürlich die Fähigkeit, genau den richtigen Moment abzuschätzem und vor allem, auch abwarten zu können, sind nur wenige der Emotionen, die beim Öffnen der half-Barriques aufkommen!